Tank007 F1

Die F1 von Tank007 ist eine fokussierbare UV-Lampe, die ich gerade eben auf meiner Seite Taschenlampen-Tests vorgestellt habe. Da sie in erster Linie für Geocacher interessant ist, darf dieser Test natürlich auch hier nicht fehlen. 



Verpackung/Lieferumfang:

Ausgeliefert wird die Lampe in einer Pappschachtel. Mitgeliefert wird eine englischsprachige Bedienungsanleitung.

Lampe und Bedienungsanleitung – mehr ist nicht in der Schachtel, braucht’s aber auch nicht wirklich.

 


Beschreibung der Lampe:

Länge: 94 mm

Durchmesser Kopf: 26 mm

Durchmesser Tail: 26 mm

Gewicht: 52 g

Gewicht mit Batterie: 76 g

Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.

Tailstand: ja.

Rollschutz: nur mit Clip.

Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: Schlitz und Loch im Clip.

wasserdicht: spritzwassergeschützt.

Stromversorgung: 1x AA (Akku oder Batterie).

Der Clip ist werksseitig bereits vormontiert.

 

 

Die Materialstärke ist mehr als ausreichend.

 


Leuchteinheit:

Verbaut ist eine UV-LED, über deren Herkunft und Beschaffenheit mir nichts bekannt ist. Die Wellenlänge dürfte zwischen 380 und 395 Nanometern liegen. Vor der LED sitzt eine asphärische Kunstofflinse.

Einen Reflektor gibt’s bei der Tank007 F1 nicht, stattdessen wird das Licht durch eine gewölbte Plastiklinse verteilt.

 

Die Linse nackig.

 

Die UV-LED.

 

Der Lampenkopf ist durch zwei O-Ringe abgedichtet. Prinzipiell könnte die Lampe sogar komplett wasserdicht sein, wenn sie keinen Fokussiermechanismus hätte, denn der sorgt für Undichtigkeit. Darüberhinaus wirkt er unter Wasser wie eine Saugpumpe. Falls euch die Lampe also mal ins Wasser fallen sollte – auf keinen Fall mehr fokussieren, sondern erst gründlich trocknen.

 


Stromversorgung:

Ein AA-Akku oder eine AA-Batterie liefern den nötigen Strom.

Die möglichen Stromversorger.

 


Bedienung:

Mit einem Reverse-Clicky, einem Schalter also, der erst beim Loslassen Licht gibt, wird die Lampe ein- und ausgeschaltet. Durch Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs kann der Lichtstrahl fokussiert werden.

Der Ein- und Ausschalter.

 

Innenansicht Schalter.

 

Tank007 F1 defokussierte Einstellung.

 

Tank007 F1 fokussierte Einstellung. Das Fokussieren geschieht durch Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs. In komplett fokussierter Einstellung weist der Kopf sehr viel Spiel auf. In der Praxis ist das allerdings kein gravierender Nachteil, lediglich ins Wasser fallen sollte die Lampe nun möglichst nicht.

 


Praxistest:

Zur Prüfung von Geldscheinen ist die Lampe nicht geeignet. Hierfür wäre eine Wellenlänge von 365 Nanometern notwendig, was bei einer hochwertigen 365nm-LED den Preis allerdings drastisch in die Höhe treiben würde. Beim Anleuchten eines Personalausweises bleiben die typischen Merkmale, die bei 365 Nanometern sichtbar werden, ebenfalls verborgen.

Gut geeignet ist die Lampe zum Aufspüren von UV-Hinweisen beim Geocaching. Diese Hinweise werden meist mit einem UV-Marker angebracht und sind in Wellenlängenbereichen etwa zwischen 365 und 410 Nanometern sichtbar. Die F1 produziert zwar sehr viel beigemischtes Licht, was allerdings nicht weiter stört, da man die UV-Hinweise in der Regel in unmittelbarer Nähe sucht. Was die Lampe nicht nur gut, sondern hervorragend für Geocacher macht, ist die Zoom-Funktion. Bei kompletter Fokussierung können auch Hinweise, die mehrere Meter entfernt sind, problemlos aufgespürt werden.

Die Verarbeitung geht insgesamt in Ordnung, sieht man mal vom wackeligen Lampenkopf in komplett fokussierter Einstellung ab. Probleme mit dem Schalter, wie man sie oft von den ganz billigen UV-Lampen kennt, wird man mit der F1 garantiert nicht haben.

Tank007 F1.

 

12-LED-UV-Lampe (395nm).

 

Nichia NCSU033A UaP5M-Drop-in (365nm). Wie man sieht, braucht es für die typischen Merkmale, die bei Geldscheinen nur unter UV-Licht sichtbar werden, eine andere Wellenlänge. Fairerweise sollte allerdings auch erwähnt werden, dass das hier verwendete Drop-in fast zehnmal soviel kostet wie die Tank007 F1. Nur das Drop-in wohlgemerkt, der Lampenkörper ist in diesem Preis noch nicht enthalten.

 

Tank007 F1.

 

12-LED-UV-Lampe (395nm).

 

Nichia NCSU033A UaP5M-Drop-in (365nm).

 


Gezz abba: Butter bei die Fische!

Wozu soll denn nun die Fokussiermöglichkeit gut sein? Um das herauszufinden, habe ich eine UV-Markierung angebracht, die mit allen drei Testkandidaten auf eine Entfernung von etwa zehn Metern angeleuchtet wurde, wobei die Tank007 F1 auf maximale Fokussierung gestellt wurde.

Tank007 F1 (komplett fokussiert).

 

12-LED-UV-Lampe (395nm). Keine Chance auf zehn Meter.

 

Nichia NCSU033A UaP5M-Drop-in (365nm). Generell fällt der Unterschied zwischen dem Nichia-Drop-in und den anderen beiden Lampen bei allen Bildserien (Geldschein, Personalausweis, UV-Markierung) fürs Auge noch deutlicher zugunsten des Nichia-Drop-ins aus, was mir aber leider nicht gelungen ist, fotografisch festzuhalten.

 


Fazit:

Zur Geldschein- und Ausweiskontrolle eignet sich die Tank007 F1 nicht. Geocacher werden von ihr allerdings aufgrund der Zoom-Funktion begeistert sein, die das Aufspüren von UV-Hinweisen auch auf mehrere Meter Entfernung möglich macht. Der relativ hohe Anteil an beigemischtem Licht ist für günstige UV-LEDs typisch, stört in der Praxis im Dunkeln jedoch nicht. Für einen Preis von 19,99 Euro ist die Lampe fast geschenkt. Etwas Besseres wird man in dieser Preisklasse garantiert nicht finden. Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise von Cacher’s World, wo sie auch erhältlich ist.

Größenvergleich. Von links: 4Sevens Quark Mini123, Tank007 F1, Led Lenser P7, Maglite Mini AA, Fenix TK35.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    MrKrid (Dienstag, 10 November 2015 08:05)

    Vor ein paar Tagen habe ich erst einen NC hinter mir und hatte mich über meine UV-Funzel geärgert. Da kommt dieser Test gerade recht, sehr informativ.
    Danke für den Test!

  • #2

    Anne (Mittwoch, 01 Februar 2017 19:34)

    Sehr detaillierter Testbericht! Ich wusste nicht, dass es die UV-LEDs schon für unter 20 Euro gibt. Wieder etwas dazugelernt.