Die Abstandsregel

 

Laut der Spielregeln (Guidelines) von Groundspeak, respektive GC.com, muss zwischen zwei Geocaches ein Mindestabstand von 161 Metern eingehalten werden. Was diese Regel gewährleisten soll, erschließt sich mir nicht. Denn es ist keine Garantie für Qualität - ganz im Gegenteil.

 

Solange zwei Caches 161 Meter oder mehr voneinander entfernt versteckt sind, spielt es keine Rolle, ob sie mitten in einem Wohngebiet versteckt oder an eine Leitplanke geklatscht sind. Jede, auch noch so überflüssige, Dose darf ausgelegt werden, sofern die Abstandsregel eingehalten wird.

 

 

Wer sich hingegen Mühe mit einem Cache gibt, wird durch diese Regel häufig ausgebremst. Was spricht dagegen, in einem Waldstück einen tollen Cache auszulegen, der nur 100 Meter von einem anderen entfernt ist? Sicherlich nicht der gesunde Menschenverstand, sondern nur die unsinnige Abstandsregel.

Sie limitiert auf dem Papier zwar die Cache-Dichte, aber ob nun alle 161, alle 100 oder alle 50 Meter ein toller oder nicht so toller Cache liegt, ist doch eigentlich egal, oder?

 

 

Wenn man einen eigenen Cache legen möchte, stellen Mysterys ein weiteres Problem dar. Laut der Spielregeln von GC sollen die Koordinaten von Mysterys nicht weiter als zwei bis drei Kilometer vom tatsächlichen Final entfernt liegen. Man muss also zwangsläufig jeden Mystery im Umkreis von drei Kilometern lösen - ob man will oder nicht - um einen eigenen Cache sicher ohne Abstandskonflikte auslegen zu können. Ganz schön daneben!
Natürlich kann man auch versuchen, den Owner des/der Mysterys zu kontaktieren, zu dem/denen es eventuell einen Abstandskonflikt geben könnte, aber bei der Vielzahl und Dichte, die Mysterys mittlerweile auf der Landkarte einnehmen, müsste man mitunter die Cacher der halben Stadt anschreiben.

Wozu also eine Abstandsregel?

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Kommentare: 5
  • #1

    Zappo (Donnerstag, 04 Dezember 2014 14:11)

    Die Abstandsregel von 161 Metern bedeutet, daß in realo alle 161 Meter ne Dose liegt. Ne Abstandsregel von 10 Metern würde bedeuten, daß in Deutschland alle 10 Meter ne Dose liegt und wenn man nen schönen Cache legen wollte, könnte man den nicht legen, weil 6, 8 oder 3 Meter weiter schon einer liegt.
    Und der komplette Wegfall der Abstandsregel würde bedeuten, daß am Fuß des selben Baumes 10 Dosen liegen.

    Solange sich Cacher nicht an dem Locationengedanken/ersatzweise Erlebnisanspruch orientieren, wie es in den Regeln steht und alles Flehen, keine Powertrails zu legen, nur weils geht, absichtlich ignorieren, sieht die Realität eben so aus.

    Und da ist der Mindestabstand ein Segen. Von mir aus kann der auf 1000 Meter hoch.

    Bei besseren Aktiven wäre das kein Thema, klar. Die sind aber nicht zu sehen.

  • #2

    tehace (Donnerstag, 04 Dezember 2014 17:48)

    Wie du selber schreibst, ist es eine Speilregel, die kann man gut oder schlecht finden.
    Was glaubst du wieviele Regeln mir bei anderen Spielen nicht gefallen.

  • #3

    Lichtinsdunkel (Donnerstag, 04 Dezember 2014 22:07)

    Spielregeln können auch geändert werden (wie zum Beispiel bei "Risiko", falls dieses Brettspiel noch jemand kennen sollte, wobei mir persönlich die Original-Regeln besser gefallen haben).

    In der Praxis wird beim Abstand doch ohnehin beschissen, was das Zeug hält.
    Ich habe eine Station eines Multis gefunden, die 20 Meter von einem Tradi entfernt lag, den ich eigentlich gesucht hatte, Ich habe an ein- und demselben Baum in einem Meter Abstand einen Tradi und einen Mystery gefunden, bei dem der Owner des Mysterys bei den Koordinaten beschissen hat. Und das sind sicherlich keine Einzelfälle.
    Da die Abstandsregel ohnehin ständig "umgangen" wird: Warum also nicht gleich abschaffen?

    Jeder Owner, der eine Dose verstecken möchte, wird sich, (hoffentlich) nicht gerade den Baum aussuchen, an dem schon eine andere Dose liegt.
    Und im Sinne aller Punktejäger (und von denen gibt es leider bekanntlich genug), sollte das sowieso sein.

    Was spricht also dagegen?

  • #4

    Zappo (Samstag, 06 Dezember 2014 11:22)

    Zitat
    "Da die Abstandsregel ohnehin ständig "umgangen" wird: Warum also nicht gleich abschaffen? Jeder Owner, der eine Dose verstecken möchte, wird sich, (hoffentlich) nicht gerade den Baum aussuchen, an dem schon eine andere Dose liegt. Was spricht also dagegen?" Zitatende

    Ich kann das massive und häufige Umgehen der Abstandsregel nicht feststellen. In der Tat hab ich das in den ganzen Jahren Cachen noch nie festgestellt. Wobei der Denkansatz, ne Regel abzuschaffen, weil sich der eione oder andere nicht dran hält, m.E. eher falsch ist - da könnten wir so ziemlich alle Regeln und Gesetze abschaffen.

    Falsch ist auch die Hoffnung, daß sich die Owner nicht den selben Baum aussuchen. Nach der Erfahrung mit den Powertrails (Eigentlich hätte man sich auch nicht gedacht, daß jemand so doof ist, alle 160 Meter ne Dose zu legen - und auch nicht, sowas zu suchen) wirds eher umgekehrt sein: Es werden "Spezialisten" kommen, die nen Sport draus machen, an einem Baum möglichst viele Caches zu deponieren. Und es werden massig Leute kommen, die das loggen.

    Gruß Zappo

  • #5

    f (Mittwoch, 17 Dezember 2014 11:04)

    Den letzten Denkansatz finde ich sehr interessant,
    Und ich muss zugeben, dass daran (leider) etwas Wahres sein könnte.
    Wahrscheinlich denke ich immer noch zuviel im Sinne des eigentlichen Spiels und nicht im Sinne der Statistikpunkt-Jäger und der Statistikpunkt-Verstecker, die sich tatsächlich auf derartige Spiele einlasen könnten.