Zum Geocachen gekommen bin ich über meine Seite Taschenlampen-Tests.de.
Im Frühjahr 2010 bekam ich eine Anfrage vom Geocaching-Magazin, ob ich einen Test über geeignete Lampen für einen Nachtcache machen könne.

Scheiße! Was ist ein Nachtcache? Was ist Geocaching überhaupt?
Um einen entsprechenden Test in Wort und Bild verfassen zu können, musste ich mich natürlich schlau machen.

Zunächst einmal versuchte ich mich an einem ganz normalen Tradi. Da ich kein GPS-Gerät mein Eigen nennen konnte und es Handy-Äpps noch nicht gab, suchte ich eine Dose ganz in der Nähe heraus, bei der man bei Google Earth genau sehen konnte, wo sie liegen musste. Gemeinsam mit meinem Sohnemann und seinem Kumpel ging es dann auf Dosensuche.
Mann, war das peinlich! Als erwachsener Mensch geht man hin und sucht eine doofe Plastikdose im Wald. Hauptsache, wir würden nicht gesehen bei dem Quatsch, den wir da machen!
Wir wurden nicht gesehen, fanden die Plastikdose und schrieben unsere Namen auf ein gammeliges Papier.
Mein erster Fund.
Durch JoFrie, den cachenden Taschenlampen-Papst, mit dem ich in engem Kontakt stand, erfuhr ich, dass es nicht reicht, einfach seinen Namen auf gammeliges Papier zu schreiben. Nein, man musste bei geocachung.com auch noch einen Account anlegen und online mitteilen, dass man die Plastikdose gefunden hatte.
Auch das tat ich und meldete mich schließlich in der grünen Hölle an, um erfahrene Cacher zu finden, die einem Taschenlampen-Bekloppten das Nacht-Geocachen erklären.
Ich fand sie und Gefallen daran, als erwachsener Mensch doofe Plastikdosen zu suchen.

In 2010 und 2011 wurden mehr als 400 Dosen gefunden, anschließend schlief das Hobby für fast zwei Jahre wieder fast ein.
Erst im Frühjahr 2014 ging es weiter, als ich feststellte, dass meine Fettverbrennung ohne Bewegung relativ kontraproduktiv zu den Körpermaßen, die ich einmal hatte, verlief.
Ich begann wieder mit dem Cachen, sozusagen als Bewegungstherapie - jeden Tag mehrere Kilometer, sofern es meine freiberufliche Tätigkeit als Musiker und Journalist zuließ.
Mit Erfolg: Ich habe seitdem 13 Kilo abgenommen, ohne meine Ernährung, die aus lauter ungesunden Sachen besteht (weil mir gesundes Zeug einfach nicht schmeckt), umzustellen.

Seitdem habe ich viele tolle Caches absolviert, und die Lust aufs Cachen ist nach wie vor ungebrochen.